(frieda) Juhu wir sind am Meer, und ich habe gebadet, das heißt dreimal ganz schnell rein, ein paar Schwimmzüge gemacht und wieder raus.
Aber es war toll! Geschätzt 17 bis 18 Grad und draußen warm genug um wieder aufzutauen.
Wir sind gegen 16 Uhr am Meer in Bridlington angekommen, nach 79 km.
Eigentlich hätten es so 65 km sein sollen, aber wir haben uns mal wieder völlig verfahren und sind eine ganze Stunde um Hull herumgefahren.
Daran schuld ist natürlich Albert, unser Navi (ja die Müller-Nachkommen haben das Rätsel natürlich sofort gelöst!) und schuld bin auch ich. Albert wollte uns die Bikeroute 65 leiten, ich wollte gerne mal die berühmte Route 1 ausprobieren und beide führen nach Bridlington. Und dann sind wir dem netten Mann mit dem Hollandrad begegnet und er hat uns die 1 empfohlen und ist sogar noch ein Stückchen mitgefahren. Und alles war super ausgeschildert. Das Navi war beleidigt und ich war ganz stolz, dass ich auch mal eine Route finde. Aber dann haben wir die 1 verloren und eine Route 66 war plötzlich da und ohne zu wissen, wohin die führt sind wir dieser Route gefolgt. Das Navi war auch wieder dabei aber Albert stand immer auf dem Kopf und hatte plötzlich Süden oben. Wir haben auch mal gefragt, aber die Leute hatten keine Ahnung und haben uns zurückgeschickt. Ein alter Mann, der ein bisschen an seiner Hecke herumgeschnippelt hat und auffällig nach Alkohol roch, hat sich viel Zeit genommen, aber auch er wollte uns zurückschicken. Pffff.
Bis wir dann einer netten Radfamilie begegnet sind, die auf der Route 66 unterwegs waren und uns glaubhaft versicherten, dass wir in die falsche Richtung fahren. Und die 66 führt quer durchs Land von der Nordseeküste nach Manchester.
Hier der bittere Moment der Erkenntnis, ein Park in Hull, das wir vor einer Stunde verlassen hatten:
Als wir dann ein paar Minuten in die richtige Richtung gefahren sind, kamen wir exakt an der Stelle vorbei, wo der nette Hollandradfahrer uns aufgelauert hatte.
Die Navistrecke war traumhaft schön, auf wirklich kleinen Pfaden, entlang einer alten Eisenbahnlinie, duftender Hollunder, Heckenrosen, Mohnfelder, da hat Albert sich echt angestrengt.
Bridlington ist ein altes Seebad, das seine beste Zeit schon lange hinter sich hat. Der Strand ist wirklich schön, aber das Städtchen selber echt heruntergekommen.
Aber egal: ich hab in der Nordsee gebadet!!! Am siebten Tag unserer Radreise endlich Wasser!
Jetzt bin ich dran:
(manne) Tja, solche Tage gibt es! Hull wird uns lange in Erinnerung bleiben. Schon der Morgen war kompliziert. Friederike hatte nicht wirklich Lust aufzustehen. Dann kleinere technische Probleme.
Doch dann ging es auf die Brücke über den Humber. Beeindruckend.
Friederike hat es schon erzählt, ich kann nur wiederholen. Vorsicht vor netten Engländern auf Hollandrädern. Meidet sie auf alle Fälle.
Die Fahrradstrecke auf der alten Bahnroute zwischen Hull und Hornsea ist wirklich ein Erlebnis. Und ab und zu erkennt man sogar noch Spuren.
Hier ein Bahnsteig, da
ein alte Bahnhof.
Auch nach der Bahnstrecke, hinter Hornsea, eine wunderschöne Strecke, oben auf den Klippen, aber ohne wirklich das Meer zu sehen.
Doch Friederike wird langsam nervös.
Und dann auch noch das Ende der Idylle! Die letzten 8 km müssen wir auf eine "grüne" Straße - viel Verkehr, ungeduldige Fahrer, die nicht immer genügend Abstand halten, das ist schon nervig und anstrengend.
Aber wir sind gut in Bridlington angekommen, und müssen feststellen, dass unsere Englischkenntnisse langsam an ihre Grenzen stoßen. No question, wir sind in Yorkshire.
Vielleicht sollte man für die Yorkshire-Menschen ein eigenes Alphabet erfinden, denn,
riälläi - kann man wirklich nicht mit "really" in Verbindung bringen. Den Fischern im Hafen von Bridlington musste ich schon sehr genau zuhören, um überhaupt zu verstehen, wovon sie sprachen.
Und dieser eigenwillige Dialekt entspricht auch nicht mehr ganz den Ausführungen meines Reiseleiters Sebastian Münster:
- ein Bed & Breakfast am anderen - und genießen den Sonnenuntergang vom Fenster aus
Friederike hat es schon erzählt, ich kann nur wiederholen. Vorsicht vor netten Engländern auf Hollandrädern. Meidet sie auf alle Fälle.
Die Fahrradstrecke auf der alten Bahnroute zwischen Hull und Hornsea ist wirklich ein Erlebnis. Und ab und zu erkennt man sogar noch Spuren.
Hier ein Bahnsteig, da
ein alte Bahnhof.
Auch nach der Bahnstrecke, hinter Hornsea, eine wunderschöne Strecke, oben auf den Klippen, aber ohne wirklich das Meer zu sehen.
Doch Friederike wird langsam nervös.
Und dann auch noch das Ende der Idylle! Die letzten 8 km müssen wir auf eine "grüne" Straße - viel Verkehr, ungeduldige Fahrer, die nicht immer genügend Abstand halten, das ist schon nervig und anstrengend.
Aber wir sind gut in Bridlington angekommen, und müssen feststellen, dass unsere Englischkenntnisse langsam an ihre Grenzen stoßen. No question, wir sind in Yorkshire.
Vielleicht sollte man für die Yorkshire-Menschen ein eigenes Alphabet erfinden, denn,
riälläi - kann man wirklich nicht mit "really" in Verbindung bringen. Den Fischern im Hafen von Bridlington musste ich schon sehr genau zuhören, um überhaupt zu verstehen, wovon sie sprachen.
Und dieser eigenwillige Dialekt entspricht auch nicht mehr ganz den Ausführungen meines Reiseleiters Sebastian Münster:
"..Haben ein gebrochene Sprach/ und lispeln mit der Zungen/ das
ist ziemlich Weibisch/ und haben klägliche oder weinende geberden/ sie haben
gemeinlich die Natur/ daß was man under ihnen verleurt/ man nicht mehr
verhoffen darff widerumb zu findt.."
Na ja, zum Teil vielleicht.
Aber wenn es mit den Dialekten so weiter geht wie heute in Bridlington, dann werden wir noch leichte Kommunikationsprobleme bekommen. Dabei dachte ich immer ich würde die Norddialekte ganz gut verstehen. Wir werden sehen.
Bridlington selbst, ist eher deprimierend, trotz der schönen Lage und des schönen Meeres.
Für weniger Geld bekommt man heute einfach wärmeres Wasser und ein angenehmeres Klima geboten. Und, das sehen wir auf unserer Strecke wirklich täglich überdeutlich, die ehemals "werktätige Bevölkerung", der untere Mittelstand ist in England am Rande des Existenzminimus, da reicht es kaum noch für Urlaub im Lande. Bleiben die Alten.
Und denen reicht Bingo und billig Bier, die brauchen keine Vergnügungsmeile am Meer:
Die Flaniermeile wirkte ziemlich trostlos. Aber vielleicht brummt in der der Hauptsaison ja der Bär. Würden wir den Bridlingtonern wünschen. Aber dann müssen wir auch nicht dabei sein.
Also ziehen wir uns schön "Fish und Chips" mit schön viel Malt Vinegar rein, dazu ein gutes lauwarmes Ale und gehen zurück auf unser Zimmer, in einer Straße die typischer "English Seaside Resort" nicht sein kann,
Und das Fußballspiel Frankreich gegen England!













