die Route
Edinburgh wir kommen näher:
(manne) East Linton ist auch am Morgen noch ein sehr idyllisches Dorf.
Aber ein 10 ounces rib-eye waren einfach zu viel für mich. Da hatte ich am Morgen noch zu knapsen.Wir haben leider zu spät gegoogelt, wie viel 10 Unzen wirklich sind. Im Nachhinein wurde mir noch ganz flau, so lecker es auch war.
Unser letzter gemeinsamer Radeltag auf dieser Tour beginnt
etwas holprig. Ich will Friederikes Smartphone aufladen und erwische aus Versehen, das Datenkabel, was zur Folge hat, dass ihr Smartphone erst einmal streikt!
Erst meine Kamera, dann ihr Smartphone - keine Bilder für den Blog!! Das geht gar nicht.
Doch zum Glück kriegt sich das Gerät wieder ein und nimmt seinen Dienst wieder auf. So können wir auch diesen wunderbar gemütlichen Radeltag dokumentieren.
Heute kaum Hügel, wenig Gegenwind und nur um die 45 km. Das ist ein Tag zum Ausrollen - für Friederike.
Schöne Burgruinen, nette Dörfer mit interessanten Kirchen.
Und was sich auch heute bestätigt. Offensichtlich legt man in Schottland mehr wert auf Essen, das nicht aus der Fabrik oder dem Kühlregal kommt. Es gibt sogar richtige Bäckereien, die Brot backen und nicht nur Kuchen und scones.
Richtige belegte Brötchen gab es hier. Zum ersten Mal auf dieser Reise keine dreieckigen labbrigen Sandwiches in dreieckigen Plastikschachteln, die so tun als wären sie Nahrungsmittel. Und gleich neben dem Bäcker ein richtiger Metzger.
Dann sind wir wieder auf einer alten Eisenbahntrasse, der Radweg 76 ist einfach super und auch schilder mäßig zuverlässig!
Und außerdem mit vielen pädagogisch wertvollen Hinweisschilder möbliert.
Diese Art habe ich auf unseren Reisen noch nicht gesehen. Nette Idee.
Die Mittagspause am Meer. Von Baden war heute seltsamerweise nicht mehr die Rede!
Gegen 14:00 treffen wir im Hotel ein. Das nur wenige Gehminuten vom Holyrood Palace entfernt ist. Unser Zimmer ist schon fertig.
So können wir schon am späten Nachmittag mit einer ersten Stadterkundung beginnen. Die königliche Meile zwischen Edinburgh Castle zum Holyrood Palace ist zwar nett anzuschauen, aber, wie viele internationale Touristen-Hotspots eigentlich unerträglich. Ich mag Schotten, ich mag Dudelsack und kilts, ich finde Tartans toll und Fudged. Eine Straße gesteckt voll mit Touristen, die keinen Woll-, Whiskey-, Souvenirladen auslassen, das wird einem schnell zu viel - und Dudelsäcke aus allen Richtungen auch!
Aber es gibt auch richtig gemütliche nette Bars und Cafes, etwas abseits der Touristenströme.
In einem habe ich ein völlig neues Biererlebnis gehabt. ein Lager - IPA Hybrid, in Kaltgärung hergestellt:
"Following an initial 2 week cold fermentation with a clasic lager yeast we "lager" this beer on 0° with a chockload of IPA style hops for another 4 weeks and allow the to marry - fanfare!"
Ja, auch Bierbrauer können poetisch werden, wenn es um ihr Bier geht. Aber im ernst, das war ein ganz fantastisches Bier.
Falls Ihr mal in die Gegend kommt, müsst Ihr es unbedingt selbst probieren.
Morgen schauen wir nach dem Radladen, der Friederikes Rad verpacken soll und nach einem Geschäft, das vielleicht meine Kamera noch einmal hinbekommt, aber den werden wir in der Old Town ganz sicher nicht finden.
Auf dem Rückweg zum Hotel haben wir uns noch ein wenig mit Proviant versorgt. Da mein Geldbeutel in den letzten Tagen immer dicker geworden ist, da ich ohne Brille diese verflixten englischen Münzen immer noch nicht auseinander halten kann, habe ich in dem kleinen Laden versucht einiges loszuwerden. Das dauerte seine Zeit. Der nette Pakistani meinte nur "freundlich": "Take your time, we´re closing not before 9:00 o´clock!"
So jetzt soll Friederike von ihrem letzten Tag Radeltag auf unserer diesjährigen Reise berichten.
(frieda) Ach herrje, jetzt ist es schon vorbei. In den letzten Tagen- vor allem am Sonntag!- habe ich mir diesen Moment manchmal vorgestellt und es hat sich gar nicht schlecht angefühlt. Mal keine Radhose anziehen, nicht morgens (zwar liebevoll aber) viel zu früh aus dem Bett geschmissen werden, nicht stundenlang bergauf-bergab, keine müde Beine, nicht verschwitzt und hungrig, nicht dieses ewige lauwarme Wasser aus der Plastikflasche...tja und kaum ist es vorbei, wird man wehmütig.
Und das sagt mein Tacho:
gefahren 866 km, Fahrzeit 66,21 Stunden, ein Schnitt von knapp 13 km/h,
Höchstgeschwindigkeit 44,5 Km/h - Jippie! das war wenn ich mein Rad von oben am Hügel einfach runtersausen ließ. Die glorreichen Momente einer Hügelradfahrt.
Die Minimalgeschwindigkeit zeichnet der Tacho nicht auf, aber die war- im Fahren- bei 4,8 km/h. Alles was darunter war hieß absteigen und schieben- und da zittert die Tachonadel so um die zwei km/h.
Ein paarmal haben wir geschoben, aber nicht sehr oft, denn das nervt fast noch mehr. Da versucht man doch eher, es auf dem Rad zu packen.
Manchmal bin ich voraus gefahren, wenn die Strecke einfach so gut lief, wenn sich die Beine von ganz allein bewegen, mit den Gedanken ganz woanders oder auch nirgends . Und da übersieht man leicht ein Radwegschild.
Hinter mir der Manne, ruft und schreit, meistens habe ich es gehört. Aber ein paarmal eben auch nicht. Und dann gab es immer einen netten Rad- oder Autofahrer, der mir beim Überholen zugerufen hat: "Da ruft Ihnen jemand, da hinten, he is shouting and whisteling". Dann habe ich natürlich schnell umgedreht. Wie schnell an doch verloren gehen kann!
Ach!Es war eine herrliche Tour!
Manchmal bin ich voraus gefahren, wenn die Strecke einfach so gut lief, wenn sich die Beine von ganz allein bewegen, mit den Gedanken ganz woanders oder auch nirgends . Und da übersieht man leicht ein Radwegschild.
Hinter mir der Manne, ruft und schreit, meistens habe ich es gehört. Aber ein paarmal eben auch nicht. Und dann gab es immer einen netten Rad- oder Autofahrer, der mir beim Überholen zugerufen hat: "Da ruft Ihnen jemand, da hinten, he is shouting and whisteling". Dann habe ich natürlich schnell umgedreht. Wie schnell an doch verloren gehen kann!
Ach!Es war eine herrliche Tour!
Edinburgh wir kommen näher:
Auf unserer heutigen Strecke gab es immer wieder den Hinweis auf den Schottland Iron Man im Juli. Wir sind wohl ein Stück der Radstrecke gefahren. Ich frage mich aber schon, wo sie die Leute schwimmen lassen? Das kann doch wohl nicht in der Nordsee sein, die hat doch sicher auch im Juli nicht mehr als 16 Grad?
Hier ein paar erste Eindrücke von Edinburgh:
Die Kathedrale sieht von außen interessanter aus, als drin. Innen herrscht ein riesiges Durcheinander
und ein wilder Stilemix.
Morgen werden wir richtig Sightseeing machen.
Wir haben ja noch zwei richtige Urlaubstage vor uns. Aber jetzt wird erstmal angestoßen!
Hurrah: wir haben es geschafft!












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