Es hat Alles geklappt. Ich bin im Warteraum der Fähre, der sich langsam füllt. Ich bin in der "Cloud" der Schiffsgesellschaft und schreibe jetzt schnell mal ein paar Sätze. Ich denke zwar, dass es an Bord auch WiFi geben wird. Aber sicher ist sicher.
Ehe ich mit meinen Tageseindrücken anfange, muss ich noch das gestrige "Rätsel" auflösen.
Es geht halt nichts über eine Leserschaft mit großer Allgemeinbildung, liebe Potthoffs, herzlichen Dank für die Erklärung was Herr Thomson, landläufig bekannt als Kelvin (nicht zu verwechseln mit dem "..allein zu Haus") in der Hand hat:
"Hier zu Herrn Thomson und seiner rätselhaften Steintafel mit der Raute und den vier Ringen:
Ehe ich mit meinen Tageseindrücken anfange, muss ich noch das gestrige "Rätsel" auflösen.
Es geht halt nichts über eine Leserschaft mit großer Allgemeinbildung, liebe Potthoffs, herzlichen Dank für die Erklärung was Herr Thomson, landläufig bekannt als Kelvin (nicht zu verwechseln mit dem "..allein zu Haus") in der Hand hat:
"Hier zu Herrn Thomson und seiner rätselhaften Steintafel mit der Raute und den vier Ringen:
Es ist ein elektr. Schaltkreis mit
den Ringen als Spulen. T. hat die Vierleitermessung für den elektr. Widerstand
erfunden."
Danke!
Heute also noch einmal Sightseeing in Belfast, mit dem Rad. Ich war erstaunt, als ich vorhin auf den "Tacho" geschaut habe, dass über 30 km zusammen gekommen sind.
Heute war zuerst die "Hafentour" dran, die hier durchgängig mit der "Titanic" in Verbindung gebracht wird. Was ein guter Werbegag ist, aber natürlich insgesamt Blödsinn.
Ich hatte ja schon vor Tagen darüber geschrieben, wie sich die touristische Landkarte in den letzten Jahren drastisch verändert hat. Geschichte, Historie reicht nicht mehr. Die Schauplätze der populären Unterhaltungsindustrie werden auf die touristische Weltkarte gesetzt.
Neuseeland ist nicht mehr Neuseeland, sondern "Mittelerde", Irland ist nicht mehr Irland sondern "Game of Thrones"-Land, Oxford und Cambridge sind Hogwarts und Belfast ist "Titanic".
Dabei hat der alte Belfaster Hafen wirklich eine Menge zu bieten und muss nicht durch DiCaprio und Kate Winslet geboostet werden.
Dann noch Titanic Studios, Titanic Expo, Titanic Denkmal, natürlich Kate in Flugpose,...
und über dem ganzen Spektakel ein Geruch von Speck und angebranntem Toast, das ist nicht gelogen, ich schwör!!
Also hier meine Tour durch die Docks, kostenlos, d.h. insgesamt 3 Pfund habe ich schon gezahlt aber ohne Wartezeiten.
Das ist die Nomadic, das Zulieferboot, das die 1.und 2.Klasse Passagier in Cherbourgh auf die "Titanic" gebracht hat.
Na ja, ganz ohne Titanic geht es bei mir halt auch nicht.
Aber viel spannender fand ich dieses Ding hier:
Das ist doch kein Schiff! Die Jungs , die mit Hochdruckstrahlern den Rost runter spritzten, wussten auch nicht, was sie da vor sich hatten.
Um die Ecke war eine Tafel, - das ist ein Caisson! Das Schleusentor, mit der man das Trockedock geschlossen hat. Also schon eine Art Schiff, innen hohl; man hat es quer vor das Dock gestellt und dann mit Wasser voll laufen lassen, so dass es auf Grund ging.
Entlang dieses kleinen Trockendocks habe ich einiges über den Belfaster Hafen erfahren. Harland&Wolff waren wohl die größten Schiffsbauer zu ihrer Zeit, und um 1911 hatte Belfast die größte Werft weltweit, - also von wegen nur die Titanic.
Das eigentlich spektakuläre Trockendock liegt etwas abseits, - ideal, wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist.
Schön auch, dass die "touristische"- Aufbereitung hier noch in den Anfängen ist. Das ist das Trockendock, in dem die Titanic und andere große Schiffe baut wurde. Ein Riesending, wirklich!
Und ich bin mehr oder weniger alleine hier. Ich zahle 3 Pfund Eintritt im Café und kann rumstrolchen wo ich will. Klasse!
Und hier sieht man den Dingen auch noch ihr Alter an, das gefällt mir, vor allem der Rost an der Schleuse des Docks.
Unten sind die "Kanäle" (?), in der das Wasser einläuft. Hinter den "Toren" hat es deutlich hörbar gegluckert, ein wenig unheimlich.
Hier ist könnten fast wieder die Dockarbeiter einlaufen und Weitermachen.
Während ich hier so rumziehe, kommt mir immer wieder die Geschichte vom "Trockendock" in den Sinn, ist doch von Stefan Andres (?) oder? Hier muss niemand mehr, die letzte Stütze wegschlagen!
Dafür sorgte das geniale "Pumpenhaus"
Heute funktionieren sie elektrisch und halten immer noch das Dock trocken.
Diese genialen Gwynn-Pumpen können das Dock, siehe oben, in 100 Minuten leer pumpen. D.h. 12.000 Liter pro Sekunde! Unglaublich, oder?
DAS, liebe Friederike, D A S sind Robbenbabies!
Ich radle noch einige Zeit in Belfast hin und her, denn Einchecken auf der Fähre ist erst um 19:45, Abfahrt um 22:00.
Der Lachs, noch für die Söhne, auf den ersten Blick ein bisschen kitschig, doch die Kacheln sind gespickt mit witzigen Details aus der Belfaster Geschichte.
Ja, Belfast hat durchaus auch heitere Kunst zu bieten, nicht überall sind nur maskierte Männer mit Sturmhauben zu sehen.
Die "Versöhnung" allerdings könnte doch noch ein bisschen "Fleisch" auf den Rippen vertragen, findet Ihr nicht auch.
So, und jetzt noch das Rätsel des Tages: Für welche Sportart trainiert diese junge Dame?
Falls es zu schwer für Euch ist, ich gebe Euch einen Tipp: Es ist Iomáint, Iománaíocht.
Wie Ihr sehen könnt, hat es auf der Fähre auch gutes Internet, sonst könntet Ihr den Blog nicht lesen.
8 Stunden bis Morgen 6:30 kann lang werden. Dann trink ich halt auch ein Guiness.
UM 22:15 "laufen wir aus" - ich bin wieder im Seefahrer-Modus.
Und werden prompt von Aliens angegriffen:
Ich werde trotzdem versuchen mich Morgen von Liverpool aus zu melden!
Bis dann!




















Jetzt bin mal froh, auch ein Rätsel zu lösen. Die Frau auf dem Bild trainiert für Camogie. Das ist die Frauenvariante für Hurling. Wird fast nur in Irland gespielt und ist anscheinend eines der schnellsten Mannschaftsspiele auf Gras. 15 Spieler pro Team und ein Spielfeld, das viel länger ist als ein Fußballfeld, 2 Tore usw. Steht ja alles im Internet. Aber jetzt, lieber Manne, bist du ja im richtigen Fußballland.
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