Dienstag, 11. Juli 2017

35. Von Rugby bis Brackley




Wie fasse ich den heutigen Tag am Besten zusammen.

drizzle, drizzle, drizzle, - Poncho anziehen - Regen- drizzle- drizzle - drizzle - Poncho ausziehen - drizzle -  drizzle - drizzle - Poncho anziehen - REGEN -  drizzle....


Hallo Schafe, ihr habt es gut! Einfach untern Baum liegen, wäre nicht schlecht!

drizzle - drizzle -  Poncho ausziehen -  Regen -  Poncho anziehen....

Soll ich weitermachen?  Aber zum Glück ist es nicht kalt. Albert ist in Hochform. Kleinste Sträßchen, alles geteert. Z.T. muss ich über Schafweiden.


 Kommt also noch hinzu:

Poncho ausziehen, drizzle, drizzle, Gatter auf - Gatter zu - Regen- Poncho anziehen - Gatter auf - Gatter zu....
Und Hügel, kann man auch noch ergänzen. Berg hoch, Berg runter.

Irgendwann habe ich den Rhythmus raus. Ich lasse mich von dem Pieselregen doch nicht durcheinander bringen. - Das Problem ist nur: Bergauf und Poncho ist Zeltsauna auf Rädern! Also lieber mal Nieselpiesel ohne Poncho, aber dafür nass....

Die Strecke heute hat mich durch dermaßen einsame Abschnitte geführt, ich konnte es nicht glauben, in einem dichtbevölkerten Land unterwegs zu sein.


Bauernhöfe, mal ein "hamlet", aber so was von ausgestorben, dann mal ein Dorf, - mit Kirchturm, ohne Kneipe, ohne Cafe... aber schön, ich bin jetzt wieder in der Gegend, in der die Häuser aus braunem Naturstein sind,

dann wieder nichts als Weiden und Felder.



Der Pranger ist hoffentlich nicht vergessen - sondern aus touristischen Gründen wieder aufgestellt worden. Aber welcher Tourist kommt hier vorbei - also vielleicht doch...



Selbst hier in dieser einsamen Gegend, werde ich weitergebildet, hier an diesem Weidegatter, ein Schild, das mich aufklärt, dass ich gerade über ein Schlachtfeld geradelt bin.


In der  Schlacht von Edgcote Hill, 1469, also noch mitten im Rosenkrieg, hat eine "Rebellengruppe" um Robin von Redesdale, die Truppen des Grafen von Pembroke und Devon, eine verheerende Niederlage bereitet, die Edward erheblich geschadet hat.

Nach so viel Weiterbildung wäre jetzt ein Kaffee nicht schlecht! - Leider keine Chance. Entweder Weiler ohne Alles oder kleines Dorf mit Kirche und Kneipe, aber Kneipe zu.


Langsam nähere ich mich meinem heutigen Ziel,
siehe da, eine Wirtschaft, - das Schild sagt, ist nur an Wochenenden auf!


Hinterm Haus, auf der überdachten Terrasse werkelt jemand. Ich stelle mich dumm, "Ihr habt wohl heute zu?" "Ja, aber was willst, du?" Ein schöner Kaffee wäre jetzt nicht schlecht!" "Nichts leichter als das!"
Ich bekomme meinen Kaffee, sitze unter dem Dach der Terrasse, da geht es richtig los. Der stärkste Regenguss des Tages!!
Radfahren kann so schön sein, wenn die Regentropfen auf das Dach trommeln. In der Wirtschaft gibt es am Wochenende auch Live-Musik


"Molly makes Mistakes" soll gut sein, versichert mir der Wirt und Harleyfan!

Als der Regen aufgehört hat, schwinge mich mich über die letzten Hügel, nach Brackley.

Ich komme in den Hof von Barbara, da zeigt der Kilometerstand 1.501 an! Mal sehen wie viel Kilometer es noch werden.


Nachher gibt es "Spätzle ond Soß" und einer von Barbaras Söhnen, Gareth, kommt mit seiner Familie vorbei. Die Kinder werde ich heute kennenlernen!

Also dann! Einen schönen Abend - und bis Morgen!

1 Kommentar:

  1. Hallo lieber Radler, da wir hier im schönen Dänemark viel radeln und es auch zu Regengüssen kommt und wir auf dem aufgeweichten Deich und über Wiesen fahren, denken wir viel an dich. Langer blöder Satz, der es aber ausdrückt. ANTEILNAHME. Wir hatten heute auch so einen Tag. Regen, dann Sonne, zum Strand, angekommen, Regen, zurück unterstellen(mit Kaffe und Kuchen - im Rucksack dabei), Sonne............wieder zum Strand. Ich überlege, ob ich mal nach Kopenhagen radeln sollte. Gute Weiterfahrt und Respekt für diese großartige Leistung. Grüße von der Insel Falster (echt sehenswert)

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