Mittwoch, 12. Juli 2017

36.Tag: Von Brackley nach Oxford



Gestern Familientreffen.  Hervorragendes Abendessen und anschließend kam noch Gareth und seine Familie kurz vorbei, um den verrückten Onkel in Augenschein zu nehmen.


Das war wirklich eine nette Überraschung.

Heute wieder eine Halbetappe. Oxford möchte ich mir genauer anschauen. 
Von Brackley nach Oxford liefert Albert keine Meisterleistung ab. Vielleicht liegt es daran, dass die Tage des ländlichen Radelns endgültig vorbei sind. Hier fängt ein Ballungsgebiet an! Aber musste ich deshalb  6 km auf einem miesen Radweg neben einer 4spurigen Schnellstraße entlang holpern?  Die restlichen 30 km war in Ordnung. Und die Einfahrt nach Oxford war standesgemäß.


Das Hotel ist schnell gefunden. Genügend Zeit für ein ausgiebiges Sightseeing Programm. 
Was mir schon beim Reinfahren aufgefallen ist. Oxford ist, anders als Cambridge nicht nur Universitätsstadt. Sie hat auch Industrie.

Erster Programmpunkt, die Burg. Von einer ursprünglich sächsischen Anlage ist nur der Turm und die Motte übriggeblieben. Die Normannische Burg, wurde fast vollständig zerstört und erst im 19. und 20 Jahrhundert wieder "rekonstruiert".
Über Jahrhunderte hinweg war der Turm und die Reste der Burg Gefängnis - im Prinzip bis 1996.


Die Führung durch die Burg-, Gefängnisanlage ist sehr professionell und auch informativ. Der Touch von "Gruselkabinett" nervt aber letztendlich trotzdem. Die Bedingungen in den Gefängnissen waren verheerend, da muss man keinen Horrorfilm draus machen. Ich bin leicht enttäuscht, obwohl einzelne Teile der Burgführung wirklich interessant waren.


Eine Krypta aus normannische Zeit ist gut erhalten. Dazu brauche ich keine Geschichten von Gespenstern und Geisterjägern, die hier regelmäßig forschen.



Dort wo Teile der Burg und der Gefängnisanlage standen ist heute ein Luxushotel eingezogen, das sich eine mittelalterliche Fassade gegeben hat. Nicht schön!
Und dann die Unistadt Oxford, ein College nach dem anderen, eines wichtiger als das andere, eines berühmter als das andere

"Balliol is not only  arguably the oldest but arguably the leading intellectual college in Oxford - and therefore in the world." 

Das ist völlig ironierfrei gemeint.

Und von den ältesten und besten in Oxford - und damit in der Welt, gibt es eine ganze Reihe. Oh Mann, dabei scheint mir Oxford inzwischen einfach ein Name mit "Lizenz zum Gelddrucken" zu sein.

Die historischen Colleges machen natürlich wirklich was her, und wer möchte nicht von einem sprechenden Hut nach Griffindor gewählt werden.


Ich weiß nicht mehr wie viele wunderbare Gartenanlagen und wie viele mehr oder weniger beeindruckende Kapellen und wie viele 1.Plätze bei welchen Ruderregatten auch immer

  

ich heute bestaunen durfte. So richtig Begeisterung wollte hier nicht aufkommen. Vielleicht waren es die Menschenmassen die sich durch die Anlagen geschoben haben, vielleicht auch die Schlangen an den Eingängen, vielleicht auch nur das Gefühl, dass hier eine Marke, zu Geld gemacht wird. Ich weiß, dass in diesen Colleges nach wie vor hervorragende Lehre und Forschung stattfindet, dennoch mag ich dieses gaudeamus igitur  Getue überhaupt nicht. 
Von den,  was weiß ich wie vielen Colleges, die ich heute besucht habe, hat mir eigentlich, das Magdalena College mit am Besten gefallen, nicht nur weil C.S.Lewis dort studiert hat. 

Aber natürlich als Gebäude ist "Christ Church College" und  für mich auch die Bodleian Bibliothek wirkliche Highlights.



Doch wenn ich ehrlich bin, hat mich die King´s College Chapel in Cambridge insgesamt viel mehr  beeindruckt, als alles was ich in Oxford zu sehen bekommen habe.

Und das nicht deshalb, weil sich unendlich viele Schulklassen durch Oxfords Straßen geschoben haben.
Wenn ich richtig gehört habe, dann ist die Hälfte der 10.Klassen  Spaniens und  Deutschlands heute in Oxford gewesen.


Trotz Alledem ein Rätsel des Tages, und dieses Mal nicht aus der Welt des Sportes. 

In welchem Harry Potter Film hat dieser Raum eine Rolle gespielt und was war er im Film?



Bis Morgen! 

4 Kommentare:

  1. Wenn ich das richtig sehe ist das in der divinity School und das war in dem Harry Potter Film das Krankenzimmer von Hogwarts und bei "Harry Potter und der Feuerkelch" die Tanzstunde bei Professor McGonagall.
    😀

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  2. Hallo Marie, mit dem Feuerkelch scheinst du auf der richtigen Spur zu sein. Mit der Szene glaube ich eher nicht. In diesem Raum speichert Dumledore seine Erinnerungen und das müsste dann der Denkarium (pensieve) sein.Dumbledore und Harry rühren mit dem Zauberstab in einer Schale die Erinnerungen hoch.

    Ein Denkarium (im Original: Pensieve) ist eine große flache Steinschale, in der frühere Erlebnisse und Erinnerungen abgespeichert und später wieder angesehen werden können. Dieses wertvolle Mittel gegen einen immer voller werdenden Kopf scheint auch in der magischen Welt sehr selten zu sein, denn lediglich die Zaubereischule Hogwarts ist Lesenden als Besitzer eines Denkariums bekannt. Schulleiter Albus Dumbledore kann mit dem Zauberstab seine Erfahrungen wie Silberfäden aus seiner Schläfe ziehen und in der runenverzierten Schale ablegen. Wie er sagt, gewinnt er auf diese Weise auch einen besseren Überblick über die in ihnen enthaltenen wichtigen Anzeichen und Muster.
    So verwahrt bleiben die Erfahrungen lebendig und sind immer in Bewegung. Sie sehen aus wie eine silbrige Flüssigkeit, oder ein sehr dichtes silbrig glänzendes Gas, von dem ein geheimnisvolles Leuchten ausgeht. Aber vielleicht ist deine Version richtig. Habe nicht mehr weitergegoogelt. Gute Tage an euch am See.@ Manne: In der großen Halle war ich auch schon mit Katrin. Liebe Grüße.

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    1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    2. Das stimmt leider nicht ganz lieber Onkel, das Denkarium steht im Büro von Dumbledore. Harry Potter wurde ins Büro des Direktors gebeten und als er dort auf ihn wartet stieß er auf das Denkarium. Und das Büro von Dumbledore spielt in den Warner Bros’ Studio.

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