Mittwoch, 19. Juli 2017

43.Tag: Von Veurne nach Brügge


Mein ganz privater und sehr freundlicher Guide, zum "Halben Mond" in Brügge, hatte einen Geheimtipp für mich. "Wenn du wieder einmal nach Belgien kommst, musst du dir unbedingt Veurne anschauen, ein absolutes Schmuckstück, Weltkulturerbe - und keine Touristen." "Genau, Jan, finde ich auch, das habe ich mir gestern angeschaut!!"
Ja, Veurne, kann ich jedem nur empfehlen!!
Und die belgischen Radwege auch! Liebe Engländer, schickt mal eine Delegation Radwegeplaner nach Belgien und lernt!!
So etwas von entspannten Radeln hatte ich die ganze Reise noch nicht. Und vor mich hingesungen? Nö, war bisher auch Fehlanzeige. Heute schon. Ein Tag zum mitsingen. 


So sehen Luxusradwege, mit Schatten, Rückenwind und 1a Beschriftung aus, liebe Engländer, nicht nur zum lecker Biertrinken nach Europa kommen!
Aber auch die Unterkunft, "de Loft" kann ich nur empfehlen. Entspannte Stimmung gutes Frühstück, - nicht übertrieben, wie der Belgier das halt so macht. Keine Show, grundsolide.
Wie die kleine Bäckerei, die mich  mit Belegte Broodjes hereingelockt hat. Kein Gedöns, einfach lecker!
 Friederike hätte heute Morgen gesagt, "es geht ja gar kein Wind". Das flach gelegte Schilf am Rand des Kanals erzählt eine andere Geschichte. Rückenwind!!!
Ab und zu gibt es auch mal so etwas spannendes zu sehen, wie ein Hebebrücke.


Oder einen netten Ort, mit schnuckeliger Innenstadt. Aber sagt mal, fällt Euch das auch auf, oder hat das belgische Bier schon Auswirkungen?


Sehen die Häuser hier nicht aus, als wären sie um ein halbes Stockwerk in den Boden gesunken?
Ich mache mich lieber schnell vom Acker, ehe, die Stadt weiter in den Boden versinkt!
Um 14:00 bin ich schon in Brügge.
Heute habe ich mir eine ganz besondere Unterkunft ausgesucht!
Ich werde auf einer Barke schlafen. "Le Barge", direkt an der Altstadt.

Der schwarze Kahn ist es. Und so sieht mein Zimmer aus.


Geschlafen wird mit Rettungsweste- ist ja klar!


Also raus aus den Radelklamotten und auf in die Altstadt. Brügge kenne ich ja schon ein wenig. Aber die Highlights kann man sich immer wieder mal anschauen.
Der Belfried - "Brügge sehen und sterben, der Film" natürlich ein muss.
Die Memlinge im Sint Jan, inner wieder gerne,


Die Brügger Madonna, ehrlich gesagt


werde ich mir ein drittes Mal nicht unbedingt anschauen. Man kommt nicht in ihre Nähe, und das "altkluge" Jesusknäblein, und der "gesenkte" Blick der Madonna, - ok, schon gut, an Michelangelo wird nicht rumgemäkelt!

Was mir die letzten Male entgangen war, sind die geöffneten Sarkophage, mit der Innenbemalung, damit des den Toten nicht langweilig wird.


Ansonsten scheint ganz Brügge eine Baustelle zu sein.


Auf Plätzen und in Kirchen,


Aber zum Glück, ist mein persönlicher Brügge-Favorit davon nicht betroffen. Die Haalve Moon Brauerei, Stadtbrauei seit Mitte des 16.Jahrhunderts, seit Mitte des 19. Jahrhunderts in der 5.Generation in Familienbesitz.


Die Führung habe ich schon mal gemacht, also kann ich den schönen Biergarten heute, bei dieser Hitze - es hat den ganzen Nachmittag deutlich über 30 °, einfach so genießen.

Und dann ziehe ich mich auf  "mein Boot" zurück.

Eine Rätselaufgabe, aus dem Bereich der "Technikgeschichte":
Auf dem Weg hierher habe ich dieses Gerät gesehen.


Weiß jemand, wozu das gedient hat? Ein kleiner Hinweis noch, schaut Euch diese Hauswand genauer an:

 

Und noch ein Hinweis, der Holzkasten ist nicht leer!

So, und jetzt noch ein kleiner Blick zurück.

5 Dinge, die ich in England doch gerne gesehen hätte.


1. Klar, das Mönchengladbach: Fulham Spiel
2. Blenheim Palace, dazu muss ich Euch im Nachhinein eine kleine Panne gestehen. Irgendwann auf 
     der Tour kamen große Hinweisschilder "Blenheim" - klar, dieses Highlight, darf ich mich auf gar      keinen Fall entgehen lassen. Hatte ich nicht schon auf der Donaureise mit dieser Geschichte zu     
     tun, und natürlich "zwei Herren am Strand", Churchill und die Marlboroughs. Das darf ich mir    
     auf  keinen Fall entgehen lassen. ich biege natürlich von meiner Route ab und


und lande - in einem "scheußlichen" Neubaugebiet, für Mittelbetuchte. 6km umsonst gefahren, das erzählt man natürlich nicht gern. Als dann etwas später wieder Schilder nach Blenheim kamen, hatte ich so etwas von keine Lust mehr! Also nächstes Mal
 3. Ein Konzert bei den Proms vergangenes Wochenende. Aber war natürlich schon ausverkauft.
4. Das Darwin House in Downe, der Schlenker, wäre dann doch etwas zu groß geworden. 
5. Und natürlich die Ausstellung - "Gay Britain" - ärgert mich im Nachhinein noch, dass ich mich   
    nicht umgezogen habe. 

 So jetzt geht der Seemann in seine "Koje"- leider ist das Internet hier so schlecht, dass ich unten im Restaurant schreiben musste, wo es heute Abend eher stickig war. 


Aber dafür mit Blick auf den Kanal.

Bis Morgen denn!

2 Kommentare:

  1. Also dann nächstes Jahr nach Belgien? Würde mir gefallen, leckeres Essen, nette Klamotten-Läden und vor allem entspanntes Radeln! Aber auch im Hegau radelt es sich gut, gell Carmen! Vom täglichen Bloglesen direkt auf den Sattel.

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  2. Ja liebe Friederike................ich war immmer dabei und nun schon mehrere Jahre. Hätte noch viel Senf dazu geben können, z.B. beim Schleusen. Hier werden oft die Grundlagen für eine Ehescheidung gelegt. Die Männer wollen Kapitän sein (keiner hat sie dazu ernannt) und die Frauen springen zwischen Boot, Spuntwand der Schleuse und Bootspfendern herum und müssen sich diesen Anweisungen unterwerfen. Alles jahrelang mitgemacht und als Bootsmann abgestiegen, haha............Bald kommt der Gatte nach Hause. Ich denke an das Havelwasser...........

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